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Was ist, wenn kein oder nur unregelmäßig Unterhalt gezahlt wird. Muss mein Ehepartner dann nachzahlen?
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Was ist, wenn kein oder nur unregelmäßig Unterhalt gezahlt wird. Muss mein Ehepartner dann nachzahlen?

Warten Sie nicht zu lange, bis Sie Beratung und Unterstützung durch öffentliche Stellen oder einen Anwalt in Anspruch nehmen. Unterhalt kann nämlich grundsätzlich nur für die Zukunft gefordert werden. Haben Sie also in der Vergangenheit gar keinen oder zu wenig Unterhalt bekommen, aber nichts unternommen, kommt ihr Ehepartner billig davon: Er muss nichts nachzahlen!

Unterhalt für die Vergangenheit bekommen Sie nur dann, wenn Sie Ihren Ehepartner "in Verzug" gesetzt haben. Sie setzen Ihren Ehepartner in Verzug, indem Sie einen der folgenden Schritte unternehmen:

  • Sie fordern einen konkreten Unterhaltsbetrag ( nicht nur "den mir zustehenden Unterhalt")

  • Sie verlangen von ihm Auskunft über sein Einkommen (um den Unterhaltsanspruch überhaupt erst berechnen zu können)

Tipp

Sie sollten Ihrem Ehepartner eine Frist setzen, bis zu der die Auskunft zu erteilen ist bzw. ab welchem Zeitpunkt Sie Unterhalt verlangen.

Sie sollten unbedingt schriftlich Ihre Ansprüche geltend machen und den Brief am besten per Einschreiben/ Rückschein an Ihren Ehepartner schicken.

Tipp

Wenn Sie hier etwas falsch machen oder das "In-Verzugsetzen" später nicht beweisen können, dann haben Sie keinen Anspruch auf Unterhalt für die Vergangenheit.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie überhaupt einen Unterhaltsanspruch haben oder ob Sie diesen geltend machen wollen, dann sollten Sie zumindest Auskunft über das Einkommen von Ihrem Ehepartner verlangen. Sie haben dann alle Möglichkeiten offen und können auch noch später Unterhalt verlangen und zwar dann auch für die Vergangenheit, nämlich ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie die Auskunft verlangt haben.

Dies gilt übrigens auch für den Kindesunterhalt.