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Tipps für Männer

Sie sollten den Unterhaltsanspruch neu berechnen lassen. Gerade für Unterhaltsverpflichtete hat sich viel geändert! Kindesunterhalt geht nun vor. Vielleicht müssen Sie allein schon deshalb keinen Unterhalt mehr für Ihre geschiedene Frau zahlen. Mütter müssen nun generell voll oder teilzeit arbeiten ab dem 3. Lebensjahr des Kindes - vielleicht entfällt der Unterhaltsanspruch damit ganz oder verringert sich der Höhe nach erheblich. Auch andere Unterhaltsansprüche können zeitlich beschränkt werden. Hier wird aber in den meisten Fällen eine Vorankündigung notwendig sein, indem Sie Ihrer Frau schriftlich mitteilen, dass Sie z.B. in 6 Monaten keinen oder nur noch einen geringeren Unterhalt zahlen.

Der Betreuungsunterhaltsanspruch kann ab dem 3. Lebensjahr aber nur entfallen, wenn das Kind betreut ist oder sein könnte. Hierunter ist nicht nur die Betreuung in einem Kindergarten zu verstehen, sondern auch durch eine Tagesmutter oder eigene Verwandtschaft. Vielleicht haben Sie selbst eine Betreuungsmöglichkeit oder Ideen?

Wenn die Unterhaltspflicht tituliert worden ist, z.B. Gerichtsurteil, Notarvertrag oder Jugendamtsurkunde, müssen Sie diese in einem Gerichtsverfahren ändern lassen, sonst kann aus dem Titel vollstreckt werden. Titel gelten solange fort, bis sie "offiziell" geändert worden sind. Das ist grundsätzlich für alle Unterhaltsansprüche möglich.

Nach dem neuen Unterhaltsrecht werden Sie vielleicht auch höhrere Umgangskosten mit dem Unterhalt verrechnen können. Im Moment weiß leider noch keiner, wie die Gerichte das neue Unterhaltsrecht anwenden werden. Das Thema der Umgangskosten wird aber die Gerichte viel beschäftigen!